1. Die Gesetze der Natur sind die Fesseln der Phantasie.
  2. Nabelschauen verengen den Horizont.
  3. In Beziehungskisten fällt das Atmen schwer.
  4. Sprache ist eine Form der Musik.
  5. Selbst Goethe machte Urban Fantasy.
  6. Auch ein deutscher Autor darf Humor.

Eine Literaturagentin schrieb mir vor einiger Zeit, wer als Autor in der üppig wuchernden, deutschen Literaturlandschaft wahrgenommen werden wolle, der benötige neben lesenswerten Texten auch eine Autorenseite im Netz, da er anderenfalls in seiner evolutionär rückständigen Analog-Existenz dahinkümmere wie die Schatten in Homers Unterwelt. Daher hier nun also auch mein digitales Portal, obwohl ich gewiss kein Freund öffentlicher Selbstzurschaustellung bin.

Nicht, dass du, geliebter Leser in spe, mich jetzt etwa missverstehst. (Und ja, du, liebe potentielle Leserin, bist selbstverständlich ebenfalls gemeint!) Ich freue mich natürlich, dass ihr auf meine Seiten gefunden habt! Doch damit meine Freude auch die eure sei, hier ein paar mahnende Worte zum Geleit: Sollten euch, liebe Gäste, brüchige Realitäten von Herzen zuwider sein, wollt ihr eine Metapher stets metaphorisch verstehen, seid ihr der Meinung, Humor ziere einen Roman wie der Fliegensprenkel das Champagnerglas und könnt ihr bei Monty Pythons „Upper Class Twit of the Year” nur verständnislos die Augen verdrehen, dann seid ihr auf diesen Seiten mit Sicherheit falsch! Dann solltet ihr ganz schnell weiterziehen! Denn in meinen Texten werden weder Zwiebeln gehäutet noch Welten gesammelt, hier wird kein Mare Crisium und keine Niemandsbucht ergrübelt oder sonst etwas Literaturpreisverdächtiges präsentiert.

Doch wenn ihr, werte Leser in spe, wie ich den von Goethe geschmähten „Gespenster-Hoffmann“ hochschätzt, wenn ihr euch auf der Scheibenwelt heimisch und in „Dirk Gentlys holistischer Detektei“ gut aufgehoben fühlt, dann bleibt doch noch ein Weilchen und seht euch meine Leseproben an. Denn dann könnte auch für euch gelten, was Apuleius von Madaura einst den Lesern seines „Goldenen Esels“ versprach: Lector, intende, laetaberis! („Leser, gib Acht, du wirst deine Freude haben!“)

In diesem Sinne: Viel Spaß!

Dr. Axel Brandt